Ökumene ganz klein
           Ökumene-Glocke

  Stand: 16.08.2013  

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 z.Z.: Michaelskirche

         derzeitiger
 Standort der Glocke:
 

       Michaelskirche
      seit 22.06.2013


                          Bericht vom 20.02.2008


            Wer glaubt, ist nie allein - wer nicht allein ist, kann glauben!



Ökumene

… lebt in Ottobrunn und soll eine „Stimme“ bekommen! Wir Menschen stimmen vielfältig ein in den Lobpreis Gottes, jeder auf seine Art. Glocken erschallen zur Ehre Gottes in einheitlicher Weise. Dieses Symbol der Einheit wollen wir Christen der Ottobrunner Pfarreien St. Albertus-Magnus mit Pfarrer Dr. Czeslaw Lukasz, St. Magdalena mit Pfarrer Christoph Nobs, Michaelskirche mit Dekan Mathis Steinbauer und St. Otto mit Pfarrer Dr. Czeslaw Lukasz aufgreifen und uns eine einheitliche Stimme geben.

Nach längeren Beratungen hat der Arbeitskreis Ökumene Ottobrunn  am  12.02.2008   die  Entscheidung   getroffen,  eine Ökumene-Glocke bei der Glockengießerei Firma Perner in Passau gießen zu lassen. Wir haben uns für ein bescheideneres Projekt entschieden, d.h. für eine Glocke mit dem Durchmesser von ca. 32 cm. Diese Glocke soll abwechselnd in unseren Pfarrkirchen aufgestellt werden und uns u.a. zum „Greifen“ anregen, ein “Begreifen“ fördern. Für diese Idee wollen wir vier Pfarreien zusammen etwa 3.000,-- Euro sammeln und auch Sie, liebe Leserin/lieber Leser, um ein klingendes oder raschelndes Schärflein für unser aller Glocke bitten.

Geplant ist, dass Interessenten den Guss der Glocke in Passau erleben und wir unsere Glocke mit der Inschrift „DAMIT SIE ALLE EINS SEIEN“ während des Ökumenischen Gottesdienstes am Samstag, den 28. Juni 2008 auf der Maderweise am Maibaum einweihen können.

           Allmächiger Gott, in Dir ist Gelassenheit, Frieden und Eintracht.
          Wir bitten Dich, überwinde Du die Schranken,
          die Deine Kinder voneinander trennen und befähige sie,
          die Einheit des Geistes durch das Band des Friedens zu bewahren.
          In allen Unterschieden der Erkenntnis und des Glaubens
          und in aller Verschiedenheit unseres Denkens,
          lass uns eins werden in geschwisterlicher Liebe
          und in Hingabe an Deinen heiligen Willen.
          (Bischof Ivan Lee Holt, Amsterdam 1948)

Theo Säugling

                                                                        Absatzmerkierung


                                                 Bericht vom 28.04.2008

             Kirchen Glocke






             Ökumene

            lebt in Ottobrunn und soll
        eine Stimme bekommen,
        eine

                         Glocke!

 

                   Glocke

… noch läutet sie nicht. Derzeit kühlt unsere Glocke ab und muss noch feinbehandelt werden. Aber am 28. Juni 2008 wird sie in Ottobrunn anlässlich des Ökumenischen Gottesdienstes um 18 Uhr auf der Festwiese am Maibaum gesegnet werden und wird fortan läuten ...

Bei strahlendem Sonnenschein, als freute sich der Himmel mit uns, sind dreißig
unternehmenslustige Ottobrunner/innen (6 von St. Albertus-Magnus, 10 von St. Magdalena, 8 von der Michaelskirche und 6 von St. Otto) gleichsam als Stellvertreter für alle Ottobrunner Glockenfreunde am 28.04. 2008 per Bus nach Passau gefahren. Als Reiseleiter hat Herr Säugling eingeführt in das Handwerk des Glockengießens. Und gemeinsam haben wir im Bus die Lieder geübt, die wir für den Glockenguss vorgesehen haben. Historische und aktuelle Informationen über die kreisfreie Stadt Passau verkürzten die Fahrzeit; bald hatten wir die  erwürdige Bischofs- und Universitätsstadt Passau erreicht.

Dort angekommen, haben wir gemeinsam im Bräustüberl Hacklberg, Bräuhausplatz 3, zu Mittag gegessen. Das Bräustüberl hat uns überrascht mit schnellem und freundlichem Service, guter Küche und fairen Preisen.

Kurz vor 15 Uhr sind wir bei der nahe
gelegenen Glockengießerei Firma Perner, Stephanstraße 18-20, eingetroffen. Frau Kerekrétyová hat uns in der Glockengießerei empfangen. Mit großer Detailkenntnis hat sie uns anhand eines Modells die erforderlichen Arbeitsschritte erläutert, die ein Glockenguss erfordert:

(1) Mithilfe einer Schablone, deren Konturenverlauf mit meisterlicher Fertigkeit errechnet und erstellt wird, wird zunächst der „Kern“ hohl mit Ziegeln aufgemauert. Darauf wird Lehm aufgetragen und mit Hilfe der Schablone geglättet. Der Kern entspricht dem Inneren der Glocke.

(2) Die Schablone wird nun entlang der äußeren Kontur der Glocke ausgeschnitten und wieder mit Lehm aufgefüllt, bis die erneute Oberfläche in ihrer Form der veränderten Schablone entspricht. Es entsteht die sog. „falsche Glocke“, die ein genaues Abbild der künftigen Glocke ist. Die „falsche Glocke“ erhält zuletzt eine Trennschicht, auf welche die Verzierungen und Schriften der künftigen Glocke aus Wachs aufgesetzt werden.

(3) Die Schablone hat nunmehr ausgedient. Auf die „falsche Glocke“ wird der „Mantel“ aus feinem Lehm aufgetragen. Nach dem Trocknen wird der Mantel abgehoben. Es zeigen sich nun an seiner Innenwand alle Schriften und Verzierungen im Negativ, denn das Wachs ist während des Trockenvorganges geschmolzen.

(4) Der Mantel wird abgehoben und die „falsche Glocke“ vom Kern entfernt. Die „falsche Glocke“ hat ausgedient. Über den gemauerten Kern wird nun fein säuberlich der Mantel gestülpt. Zwischen Kern und Mantel ist nun der Hohlraum entstanden, den der Glockengießer mit 1100° Celsius heißer Schmelze füllt. Die Glockenbronze besteht auf 78 %  Kupfer und 22 % Zinn. Über die eingesetzten Windpfeifen entweichen die Gase aus dem Glockeninneren, während das flüssige Metall das Gussloch in die Glockenform einfließt. Anschließend dauert es Tage, bis die Glocke langsam abgekühlt ist und weiterbehandelt werfen kann. 

15 Minuten nach 15 Uhr war es soweit. Der Gussmeister
und seine Helfer (Bernhard Fink, Peter Chall und Betha Read) schlugen das Kreuzzeichen und luden ein, mit ihnen das „Vater Unser“ zu sprechen, damit das Werke zur Ehre Gottes gelinge.

Gemeinsam haben wir vor dem Glockenguss gebetet:

 
V:   Herr, erhöre mein Gebet!
  A:
   Und lass unser Rufen zu Dir kommen!
  V:   Allmächtiger Gott, Herr des Himmels und der Erde, die ganze
        Schöpfung verkündet Dein Lob. Sieh auf das Werk fleißiger
        Hände und segne dieses flüssige Metall, das für den Guss
        unserer Ökumene-Glocke bestimmt ist. Leite seine feurigen
        Ströme und schenke unseren Mühen Erfolg:
       DAMIT SIE ALLE EINS SEIEN“!

 
A:   Gib, dass die neue Glocke Deinen heiligen Namen verherrlicht
        inmitten Deiner Ottobrunner Gemeinden St. Albertus-Magnus, St.
        Magdalena, Michaelskirche und St. Otto.
        Das gewähre uns durch Christus, unseren Herrn. Amen.

    Erfreue dich 

Unser gemeinsam gesungenes Lied „Erfreue dich, Himmel“ hat Günter Kießling mit seiner Trompete kunstvoll begleitet.

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Zischend floss das flüssige Metall in die Glockenform. Eine ergreifend feierliche Stimmung erfüllte die düstere Werkshalle der Glockengießerei Perner:

                                    unsere Glocke wird
                          soeben geboren!



Nach dem Guss der Glocke dankten wir:


   V:    Für das vollbrachte Werk danken wir Dir, unserem Gott.
  A:    Unsere Glocke: Freude unserer Stadt bedeute, Friede sei ihr
         erst Geläute!
  V:    Durch die Gaben gütiger Spender und durch die fleißigen Hände der
         Passauer Glockengießer schenkst Du uns ein Symbol der Einheit.
  A:    Rein wie der Klang der Glocke soll unser gemeinsames Streben sein.
         Der Glocke Stimme wird uns Ottobrunner Christen mahnen, Dir in
         geschwisterliche Liebe und in Hingabe an Deinen heiligen Willen
         zu dienen. Amen.


Feierlich wurde es erneut, als die Trompete einlud zum Danklied „Großer Gott wir loben dich“.

     Großer Gott

Dem Gussmeister sehr zur Freude überreichte Frau Ingeborg Kesseler als Dank aus Ottobrunn eine Flasche bestens „Gebrannten“ und wir Beobachter stießen alle an mit edlem Kischwasser. Das Werk war vollbracht.

Den Nachmittag ließen wir über den Dächern von Passau ausklingen. Im neunten Stock des Hochhauses am Nibelungenplatz 1-2 haben wir im Cafe “Diwan” gemeinsam Kaffee getrunken und haben anschließend mit einer inneren Freude über unser gemeinsames Erlebnis unsere Heimreise angetreten. “Wenn die bunten Fahnen wehen, ...”

Noch steht der Zeitpunkt nicht fest, wann wir die Glocke abholen können. Die Fragen der Abholung der Glocke und wie wir deren Eintreffen in Ottobrunn gestalten, bleiben der Entscheidung des Arbeitskreises Ökumene vorbehalten.

Darüber wird berichtet werden.

Gruppenfoto

                                                 Die Ottobrunner “Glockengießer”

Theo Säugling
Mitglied des PGR St. Otto

                                                                    Absatzmerkierung

Abrechn Rand 1
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                                                                Vorstellung der Glocke
                  anlässlich ihrer Weihe im Rahmen des Gottesdienstes
                     am 28. Juni 2008 auf der Festwiese am Maibaum

 

Glocke Vorstellung 3
GVorstellung 2a
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St. Otto 15x14

     St. Otto

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St. Magdalena

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Freie evang. Gemeinde

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   Gemeinde 

Spendenkonto

Unser gemeinsames Ökumene-Konto
führt die Katholische  
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  310 182 704 
BLZ 702 501 50  Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg.

Für jede Spende sind wir dankbar!

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